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Wasser-/Abwasserbehandlung

Montage und Inbetriebnahme der neuen Fällmitteldosierstation auf der ARA Windisch abgeschlossen

Dosierstation auf Wandmontageplatte

Projektort:

Windisch (Schweiz)

Zeitpunkt:

2016

Anlageneinsatz:

Fällmittel-Lager- und Dosierstation und CONTINUFLOC Löse- und Dosieranlagen

Beschreibung:

Für die Phosphatelimination setzt Alltech eine Lager- und Dosierstation für Eisenchloridsulfat ein.

Ausbau der ARA Windisch erfordert neues Konzept für die Fällmitteldosierung

Die ARA Windisch (Schweiz) übernimmt die Abwasserreinigung für 12 angeschlossene Gemeinden. Mit den neu dazugekommenen Gemeinden Turgi und Untersiggenthal wir die Anlage in Windisch zukünftig Abwasser von 90000 Einwohnergleichwerten reinigen. Alltech erhielt im Rahmen des Ausbaus der ARA auf Biofiltration bereits zum zweiten Mal den Zuschlag für die Lieferung, Montage und Inbetriebnahme einer Fällmitteldosierstation. Überdies setzt die ARA Windisch drei CONTINUFLOC Aufbereitungs- und Dosieranlagen in der Entwässerung ein.

Im Abwasser enthaltenes Phosphat wird durch Fällmittel in absetzbare Form gebracht

Die Reinigung des Abwassers erfolgt in 6 Schritten (Rechenanlage, Sandfang, Vorklärung, Biologie, Phosphatfällung und Nachklärung) und wird danach, in gereinigtem Zustand, in die Aare eingeleitet. 

Durch den Ausbau der ARA Windisch auf Biofiltration musste ein neues Konzept für die Fällmitteldosierung realisiert werden. Die Fällmittelannahme, -lagerung und –Dosierstation wurden im neuen Biofiltergebäude mit begrenzter Raumhöhe aufgebaut. Als Fällmittel wird Eisenchloridsulfat eingesetzt, aber auch ein Wechsel auf andere Fällmittel ist durch zwei unabhängige Lagertanks möglich.

Lager- und Dosierstation ausgeführt nach den Vorschriften des Gewässerschutzes

Generell unterliegen Anlagen für wassergefährdende Flüssigkeiten in der Schweiz der Verordnung über den Schutz der Gewässer vor wassergefährdenden Flüssigkeiten (VWF). Dies entspricht in Deutschland den Gewässer-Schutzvorschriften des deutschen Wasserhaushaltsgesetzes (WHG). Für das beschriebene Projekt bedeutete dies, dass zur Beachtung den konstruktiven Anforderungen des Projektes auch die Einhaltung der einschlägigen SUVA-Richtlinien sowie der Technischen Tankvorschriften (TTV Schweiz) gehörte.

Die zylindrischen, liegenden Lagertanks sind nach VWF ausgeführt und haben ein Nutzvolumen von 26 Kubikmetern.

Die Befüllung der Lagertanks mit fertig aufbereitetem Fällmittel ab Tanklastwagen erfolgt über das automatische Tankbefüllsystem TABESY. Beide Lagertanks sind mit kontinuierlicher Niveaumessung und Überfüllsicherung ausgerüstet. Die Aufstellung der Lagertanks erfolgte in einer speziell beschichteten Betonauffangwanne, die mit einer Leckageüberwachung ausgerüstet ist.

Die Fällmittel-Dosierstation besteht aus fünf Dosierlinien, die komplett auf eine Kunststoff-Montageplatte mit Tropfschale montiert wurden. Hier kommen die robusten Kolben-Membran-Dosierpumpen FKM mit linearer, stufenloser Hubverstellung, regelbarem Antriebsmotor und integriertem Überdruckventil zum Einsatz. Die Dosierpumpen werden über die Proportionalsteuerung TRIGGOMAT C2 gesteuert. Der Schutz der Betriebsumwelt vor wassergefährdenden Stoffen ist durch eine Leckagewanne mit integrierter Leckagesonde gewährleistet.

Die Zudosierung von Fällmittel erfolgt getrennt zu jeder Dosierstelle, jeder Dosierlinie ist je eine Dosierpumpe zugeordnet.

Abstimmung aller Komponenten im Hinblick auf die Effizienz der Gesamtanlage

Besonders wichtig war dem Auftraggeber, neben der langen Lebensdauer aller Komponenten und der Betriebssicherheit, die optimale Abstimmung der Einzelkomponenten im Hinblick auf die Funktion der Gesamtanlage. Dass die Phosphatfällungsanlagen von Alltech diese Forderungen erfüllen, konnte bereits in dem mehr als 15 Jahre andauernden Einsatz der ersten, von Alltech gelieferten P-Fällung, bewiesen werden.

Wasserbehandlung im Wildlands Adventure Zoo Emmen

Dosierstation eingebaut in Schutzschrank

Projektort:

Emmen (Niederlande)

Zeitpunkt:

2015

Anlageneinsatz:

Dosiersystem für Polyaluminiumchlorid

Beschreibung:

Für die Flockung von Schweb- und Trübstoffen setzt Alltech eine Dosierstation für Polyaluminiumchlorid ein.

Sauberes Wasser im Wildlands Adventure Zoo Emmen

Der Wildlands Adventure Zoo Emmen, ein 22 Hektar großer Tier- und Themenpark, eröffnet im März 2016.

Im Adventure Park wird - unter anderem - der polare Lebensraum in einem eigenen Bereich dargestellt. Dort leben Seelöwen, Pinguine und Eisbären. Die natürliche Umwelt wird durch Felsen, Kiefern und ausgedehnte Wasserbereiche nachgebildet.

Um dieses Wasser klar und sauber zu halten, werden Dosieranlagen von Alltech zur PAC-Dosierung eingesetzt. Polyaluminiumchlorid dient als Flockungshilfsmittel. Bei der Flockung werden Fremdbestandteile im Wasser koaguliert, um diese anschließend besser entfernen zu können. 

Zum Lieferumfang gehört eine Dosierstation mit Kolben-Membran-Dosierpumpen FKM und Proportionalsteuerung TRIGGOMAT C2

Die Dosierstation wurde von Alltech komplett auf eine Montageplatte montiert und in einen Schutzschrank mit transparenten Schiebetüren eingebaut. So sind das Bedienpersonal und die Umgebung im Fall einer Leckage gut gegen den Kontakt mit der Chemikalie geschützt.

Zur Chemikaliendosierung werden die robusten und bewährten Kolbenmembran-Dosierpumpen FKM eingesetzt. Alle Dosierpumpen der Typenreihe FKM sind standardmäßig mit einer TÜV-geprüften Überdrucksicherung ausgerüstet. Die Dosierpumpen sind stufenlos linear einstellbar im Bereich 0-100%. Die Dosierleistung ist in 5 Bereichen frei wählbar von 0,08 l/h bis maximal 0-52 l/h.

Die Proportionalsteuerung TRIGGOMAT C2 steuert den Antriebsmotor der Dosierpumpen. Im Automatikbetrieb wird die Pumpe in Abhängigkeit eines analogen Eingangssignals betrieben.

Chemikaliendosierung für die werkseigene Abwasserbehandlung

Dosierstation für PAC, Container-Einbau

Projektort:

Rotterdam (Niederlande)

Zeitpunkt:

2015

Anlageneinsatz:

Dosiersystem für Polyaluminiumchlorid

Beschreibung:

Für die werkseigene Abwasserbehandlung lieferte Alltech eine Dosierstation für PAC, eingebaut in einen Container.

Chemikaliendosierung – mit Sicherheit gut geplant und ausgerüstet

Für die werkseigene Abwasserbehandlung setzt ein Auftraggeber aus dem Bereich Großraffinerie auf die maßgeschneiderte Lösung zur Chemikaliendosierung von Polyaluminiumchlorid aus einer Hand. Die Alltech Dosieranlagen GmbH aus Weingarten bei Karlsruhe lieferte ihrem Kunden ein Komplettpaket von der Planung bis zum Einbau der Dosierstation in einen Container.

Sicherheit, Flexibilität und Bedienerfreundlichkeit waren für den Dosieranlagenhersteller Alltech die drei großen Herausforderungen bei einem aktuellen Auftrag aus dem Bereich Großraffinerie. Das beauftragte System zur Dosierung von Polyaluminiumchlorid (PAC) wird in Zukunft in der werkseigenen Abwasserbehandlung der Ölraffinerie eingesetzt. Alltech entwickelte auf Basis der Kundenanforderungen eine spezielle Lösung, bei der die komplette Chemikaliendosierung inklusive Mutterbehälter in einen Container eingebaut ist.

Einsatz eines 20‘ High-Cube-Containers

Die Container-Lösung bietet viele Vorteile. Als erstes müssen zum Beispiel keine baulichen Maßnahmen auf dem Werksgelände der Raffinerie vorgenommen werden – damit bleibt der Betreiber flexibel. Der 20‘ High-Cube-Container bietet zudem genügend Raum für die komplette Dosierstation inklusive Mutterbehälter.

Kontinuierliche Versorgung, vereinfachte Überwachung

Der Mutterbehälter dient dem sicheren Aufstellen und Entleeren von Standard-Chemotainern und ist mit einer Auffangwanne ausgerüstet. Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) erteilte dem Mutterbehälter von Alltech eine Zulassung unter dem Aspekt der Sicherheit. Mithilfe eines Staplers werden die Chemotainer direkt auf den Behälter positioniert und anschließend komplett in den Mutterbehälter entleert. Selbst bei einer Flüssigkeitsreserve von 10 bis 50 % erlaubt das Volumen des Behälters das Entleeren eines neuen Chemotainers. Damit wird eine kontinuierliche Versorgung der Dosieranlage gewährleistet. Das impliziert einen weiteren Vorteil: Der Zeitpunkt des Umfüllprozesses muss nicht genau überwacht werden.

Mehr Schutz und hohe Bedienerfreundlichkeit

Für den speziellen Einsatz in der Raffinerie hat Alltech die Dosierstation mit einem abnehmbaren Spritzschutz ausgestattet. Dieser schützt das Betriebspersonal zusätzlich vor dem Kontakt mit Chemikalien. Eine wichtige Kundenvorgabe war zudem die Bedienerfreundlichkeit der Anlage. Um dies zu erfüllen, rüstete Alltech die Dosierstation mit Spülanschluss, Kalibriergefäßen und MIDs aus. Ein Gesamtpaket, das die einfache und sichere Handhabung und Wartung der Anlage ermöglicht.

Pilotprojekt zur Beseitigung von Mikroverunreinigungen in Kläranlagen

Dosiersystem für Pulver-Aktivkohle

Projektort:

Sissach (Schweiz)

Zeitpunkt:
2014 

Anlageneinsatz:
Komplettes Dosiersystem für Pulver-Aktivkohle

Beschreibung
Eine Aufbereitungs- und Dosieranlage zur Pulveraktivkohle-Dosierung wird in einem Pilotprojekt zur Beseitigung von Mikroverunreinigungen in der Schweiz erprobt.

VIERTE REINIGUNGSSTUFE IN KLÄRANLAGEN GEPLANT

Alltech Dosieranlagen aus Weingarten bei Karlsruhe beteiligt sich mit einer Aufbereitungs- und Dosieranlage zur Pulveraktivkohle-Dosierung an einem Pilotprojekt zur Beseitigung von Mikroverunreinigungen in Kläranlagen in der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Ergolz 1 in Sissach in der Schweiz. Schmerzmittel, künstliche Süßstoffe, Pflanzenschutzmittel und Koffein zählen zu den Mikroverunreinigungen, die auch nach den bislang drei Reinigungsstufen in Kläranlagen noch im Abwasser enthalten sind. Über das Abwasser gelangen sie in Flüsse und Seen. Da Trinkwasser auch aus Oberflächenwasser gewonnen wird, werden damit auch die Mikroverunreinigungen der Nahrungskette wieder zugeführt. Um dies zu vermeiden, nehmen die Kläranlagen in den kommenden Jahren sukzessive Investitionen für die Ergänzung um eine vierte Reinigungsstufe zur Entfernung von Mikroverunreinigungen vor.

MIKROVERUNREINIGUNGEN MIT PULVERAKTIVKOHLE BESEITIGEN

Bei dem Pilotprojekt zur Beseitigung von Mikroverunreinigungen in der ARA Ergolz 1 in Sissach, Schweiz, werden zwei Verfahrensansätze erprobt: die PAK-Dosierung und die Ozonierung. Beim PAK-Ansatz wird Pulveraktivkohle mit dem Abwasser in Kontakt gebracht. Die Mikroverunreinigungen legen sich an die Oberfläche der Pulveraktivkohle an und werden danach herausgefiltert. Alltech hat für einen Pilotversuch zur Pulveraktivkohle-Dosierung in der ARA Ergolz 1 eine Aufbereitungs- und Dosieranlage geliefert.

ANLAGE ZUR AUFBEREITUNG EINER PAK-SUSPENSION

Die Alltech Anlage zur Aufbereitung einer PAK-Suspension besteht aus PAK-Lagerung und -Versorgung mit Wechselcontainern, Förderschnecke, Trockengutdosierer, Dosier- und Benetzungssystem sowie einem Injektor für die Suspensionsförderung. Zwei Wechselcontainer, die bereits ab Werk mit Pulveraktivkohle befüllt sind, werden über einer Förderschnecke positioniert und über eine automatische Umschaltung alternierend zur Materialversorgung des Trockengutdosierers bereitgestellt. Jeder Container hat ein Volumen von 2.700 Litern. Durch den Einsatz von Versorgungscontainer und Reservecontainer wird die kontinuierliche Versorgung mit Aktivkohle gewährleistet und das Handling der leeren Container muss nicht zeitnah erfolgen. Eine Schrägförderschnecke transportiert die Pulveraktivkohle in den Trockengutdosierer. Um eine genaue Chargendosierung zu erzielen, ist der Trockengutdosierer auf einer Waage positioniert, die den genauen Ist-Wert erfasst und die Pulverzugabe überwacht. In der speziellen Benetzungseinheit wird die Aktivkohle mit Wasser dispergiert und danach über einen Injektor mit dem Treibwasser in den Prozess dosiert.

NACHRÜSTEN DER SCHWEIZER KLÄRANLAGEN

In der Schweiz sollen in den nächsten zwei Jahrzehnten rund 100 der 700 Abwasserreinigungsanlagen (ARA) zur gezielten Entfernung von Mikroverunreinigungen ausgebaut werden. Hier hat das Parlament im März 2014 einer entsprechenden Änderung des Gewässerschutzgesetzes zugestimmt.

Neutralisationsanlage für Bergwasser.

Projektort:
Bad Wildbad 

Zeitpunkt:
2013 

Anlageneinsatz:
Durchlaufneutralisationsanlagen, Chemikalienbehälter mit entsprechender Dosiertechnik, steuerungstechnische Ausrüstung

Beschreibung
Im baden-württembergischen Bad Wildbad wird derzeit der 1.684 m lange Meisterntunnel im Rahmen des Nachrüstprogramms für Landesstraßentunnel saniert. Ziel ist es, das Bauwerk (Eröffnung 1997) auf den neusten technischen Stand zu bringen und den erhöhten Anforderungen an die sicherheits- und lüftungstechnische Ausstattung Rechnung zu tragen. Die Tunnelsanierung wird vom Regierungspräsidium Karlsruhe geplant und durchgeführt. Eine Neutralisationsanlage von Alltech Dosieranlagen ist Teil der Nachrüstungsmaßnahmen für den neuen Meisterntunnel.

Neutralisationsanlage wichtig für Wirtschaftsfaktor Thermalwasser.

Im Zuge des ersten Bauabschnitts (Nachrüstung) erneuerte Alltech Dosieranlagen die bereits vorhandene Anlage, die dann auch auf den zweiten Bauabschnitt (Bau eines parallelen Rettungsstollens ab Sommer 2014) ausgelegt ist. Aufgabe der Neutralisationsanlage ist es, zu verhindern, dass Trink- und Thermalwasser verschmutzt werden. Da es sich in Bad Wildbad um ein Heilquellenschutzgebiet handelt, ist die Bedeutung des Thermalwassers nicht zu unterschätzen – neben der Umwelt spielen hier auch wirtschaftliche Belange eine Rolle. Die Anlage zur Neutralisation des Bergwassers umfasst neben den Durchlaufneutralisationsanlagen auch Chemikalienbehälter mit entsprechender Dosiertechnik und die steuerungstechnische Ausrüstung.

Reduzierung des pH-Wertes auf 7,5.

Die Installation der Anlage erfolgt in unterirdischen Schächten beim Tunnel. Sickert das Bergwasser in den Tunnel, passiert es dabei den frisch verarbeiteten Beton. Dadurch gelangen alkalische Stoffe in das Wasser und erhöhen den pH-Wert. Würde dieses Wasser in die Enz fließen, wäre es schädlich für Tiere, Pflanzen und die gesamte Umwelt. Mithilfe der Neutralisationsanlage von Alltech Dosieranlagen wird das in den Tunnel sickernde Bergwasser nun gesammelt, der pH-Wert auf 7,5 reduziert und in die Enz geleitet. Die Anlage läuft vollautomatisch und wurde im September 2013 für mindestens 10 Jahre in Betrieb genommen. Erst dann wird der neu verarbeitete Beton soweit gewaschen sein, dass sein pH-Wert für die Umwelt unbedenklich ist.

Sanierung und Ausbau einer Kläranlage.

Projektort:
Zermatt

Zeitpunkt:
2013

Anlageneinsatz:
Chemikalien-Behälter mit Auffangwanne und Dosierstationen für Chlorbleichlauge/Javel, Chemikalien-Behälter mit Auffangwanne und Dosierstationen für Zitronensäure, Chemikalien-Behälter mit Auffangwanne und Dosierstationen für Natronlauge, CONTINUFLOC 4000 Polymeraufbereitungsanlagen, Kolben-Membran-Dosierpumpen FKM

Beschreibung:
Eine innovative Membrantechnologie-Anlage zur Reinigung des Abwassers ging 2013 im schweizerischen Zermatt in Betrieb. Alltech lieferte dafür die dosiertechnische Ausrüstung. Die seit 1982 eingesetzte Kläranlage kann durch den Ausbau und die Modernisierung nun das Abwasser von ca. 60.000 Einwohnern reinigen. Hierfür wurde das Belebtschlammverfahren durch das modernere Membrantechnologieverfahren ersetzt und um die Nitrifikation sowie Denitrifikation erweitert. Die Planung und Ausführung der Anlagentechnik war aufgrund der örtlichen Gegebenheiten – der Weltkurort liegt 1.600 m ü. M. – und des straffen Zeitplans eine besondere Herausforderung für Alltech, die das Unternehmen aber mit Bravour meisterte.

Maßgeschneiderte Dosiertechnik zur Abwasserbehandlung.

Die Betreiber der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Zermatt legten auf eine robuste und langlebige Ausführung der Dosiertechnik sowie die zuverlässige Funktion besonderen Wert. Auch aufgrund der erschwerten Erreichbarkeit: Die unterirdisch gelegene Kläranlage wurde in eine Felskaverne eingebaut und ist nur über eine Bergstraße erreichbar. Die Abwasseraufbereitung erfolgt in vier Stufen:

  • Mechanische Reinigung: Mithilfe von Rechen werden ungelöste Schmutzstoffe – wie Textilien oder Papier – aus dem Wasser entnommen. Zusätzlich werden Sand- und Fettabscheider eingesetzt. 
  • Chemische Abwasserreinigung: Vorbereitung des biologischen Reinigungsprozesses durch die Vorfällung mittels Flockungsmittel und Eisensalzen.
  • Biologische Reinigung: Verbleibende organische Schmutzstoffe werden von Mikroorganismen zersetzt. 
  • Schlammbehandlung

Die Lösung: Robuste und langlebige Anlagentechnik.

Um die ARA des touristischen Gebiets auch für 60.000 Einwohner nutzbar zu machen, wurde das Belebtschlammverfahren durch das modernere Membrantechnologie-Verfahren ersetzt und um die Nitrifikation sowie Denitrifikation erweitert. Alltech lieferte die dosiertechnische Ausrüstung für das Membrantechnologie-Verfahren. Die neuen Lager- und Dosierstationen werden bei der Membranreinigung, Fällung und Flockung eingesetzt: 

  • Chemikalien-Behälter mit Auffangwanne und Dosierstationen für Chlorbleichlauge/Javel 
  • Chemikalien-Behälter mit Auffangwanne und Dosierstationen für Zitronensäure 
  • Chemikalien-Behälter mit Auffangwanne und Dosierstationen für Natronlauge 
  • sowie CONTINUFLOC 4000 Polymeraufbereitungsanlagen.

Um den hohen Qualitäts- und Sicherheitsansprüchen gerecht zu werden, verwendet Alltech für die ARA Zermatt ausschließlich Rundbehälter mit Prüfzeichen. Die Ausführungen aus PE haben sowohl die „Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung“ des DIBt (Deutsches Institut für Bautechnik) und entsprechen damit den Vorschriften nach WHG, als auch das „Zertifikat der Produkte-Prüfung nach KVU“ des SVTI (Schweizerischer Verein für technische Inspektionen) und sind mit allen sicherheitstechnisch relevanten Komponenten ausgestattet. 

Für ein besonders hohes Maß an Betriebssicherheit berücksichtigt Alltech bei der Auslegung und Ausführung der Lager- und Dosierstationen stets die verschiedenen Eigenschaften der eingesetzten Chemikalien. Hierzu gehört die Prüfung der chemischen Beständigkeit, des Drucks, der Dosiermenge, Ansteuerungsart und des Regelbereichs. Bei ausgasenden Medien, wie zum Beispiel Javel, wird der Einsatz von speziellen Komponenten geprüft, um die hohe Dosiergenauigkeit zu gewährleisten.

Der Mehrwert: System mit Know-how.

Alltech überzeugte die Betreiber der ARA Zermatt durch die Fähigkeit, eine Komplettlösung anzubieten. Dazu gehören auch die zuverlässigen, robusten Kolben-Membran-Dosierpumpen FKM, mit denen die ARA in Zermatt ausgerüstet wurde. Die Dosierleistung der Kolben-Membran-Dosierpumpe Typ FKM ist linear und stufenlos einstellbar in Bereichen von 0-100 %. In Zermatt werden kleinere mit einem Leistungsbereich von 0-24 l/h pro Stunde und größere Dosierpumpen mit einem Leistungsbereich von 0-1500 l/h eingesetzt. Die medium-berührten Teile sind aus den Werkstoffen PVC, PPH oder PVDF; die Membranen sind aus PTFE. Alle Dosierpumpen dieser Typenreihe sind mit einer integrierten Überdrucksicherung ausgerüstet (TÜV-geprüft). Die Dosierleistung ist linear und stufenlos bei Betrieb und Stillstand des Antriebs einstellbar. Die Leistung der Dosierpumpe ist über ein externes 4-20 mA Signal vom Leitsystem verstellbar.

Modernisierung der betriebseigenen Kläranlage einer Käserei.

Projektort:
Schongau

Zeitpunkt:
2013

Anlageneinsatz:
CONTINUFLOC 2000 und 1000

Beschreibung:
Das Werk Schongau der Hochland Deutschland GmbH ist eine der bedeutendsten Fertigungsstätten für Frischkäse und Weichkäse in Europa. Hochland arbeitet – wie Alltech – sehr qualitätsorientiert. Der Umweltschutz ist bei Hochland fest verankert. Ziel ist es beispielsweise, die Minimierung der Umweltbelastung und des Chemikalienverbrauchs in der werkseigenen Kläranlage voranzutreiben. Hier werden Produktionsabwässer mit einer Schmutzfracht von ca. 38000 EW gereinigt.

Alltech Anlagen CONTINUFLOC 2000 und 1000 seit 1999 bei Hochland installiert.

Der erste Kontakt zwischen Hochland und Alltech fand im Jahr 1999, kurz nach der Inbetriebnahme des damals neu errichteten Werkes, statt. Für die Schlammentwässerung lieferte Alltech eine Aufbereitungs- und Dosieranlage CONTINUFLOC 2000 und für die Nachfällung eine CONTINUFLOC 1000. Da beide Anlagen über all die Jahre störungsfrei in Betrieb waren und eine optimale Produktqualität bei Polymerkonzentrat lieferten, lag es für den Leiter der Kläranlage Hochland, Herrn Richard Schuster, nahe, sich auch für den Umbau der Phosphatfällungsanlage im Mai 2012 mit Alltech in Verbindung zu setzen.

Inspektions- und Betriebsaufwand reduziert, Betriebssicherheit erhöht.

Eisen fällt die im Produktionsabwasser der Molkerei vorhandenen Phosphate chemisch aus. Für die Phosphatfällung wird Eisen-III-Chlorid-Sulfat in einem 30 m³ Tank gelagert. Alltech hat diesen vorhandenen Tank mit einer neuen Saugleitung inklusive automatischer Ansaughilfe nachgerüstet. Dies hat für das Kläranlagenpersonal den Vorteil, dass fortan deutlich weniger Inspektions- und Bedienungsaufwand besteht und die Betriebssicherheit erhöht wird. Das Behälterentnahmesystem auf dem Lagerbehälter ist komplett in ein Schutzgehäuse eingebaut und somit auch in der kalten Jahreszeit vor Frost und Witterung geschützt. Das Platzangebot für die Dosierstation war mit zwei auf zwei Meter begrenzt. Alltech lieferte eine maßgeschneiderte Anlage, die sowohl den Platzverhältnissen als auch der Vorgabe, die vorhandene Steuerung weiterhin zu nutzen entspricht.

FKM Kolben-Membran-Dosierpumpen für höchste Sicherheit und Genauigkeit.

Die Dosierstation ist mit den robusten Kolben-Membran-Dosierpumpen der Baureihe FKM ausgerüstet. Die Überdruckventile sind bei dieser Pumpentype bereits in die Hydraulik integriert. Diese Dosierpumpen erfüllen die hohen Anforderungen an Betriebssicherheit und Genauigkeit. Die Reaktionsprodukte der Fällung werden mit dem Klärschlamm aus der Kläranlage entfernt und verwertet. Die Produktionsabwässer von Hochland werden mit einem Wirkungsgrad von über 99 % bezüglich der organischen Inhaltsstoffe und der Nährstoffe gereinigt und direkt in den Lech eingeleitet.